23.05.2019, von THW Havixbeck

Übung des Technischen Zuges mit Unterstützung des BRH

Großschadenslage, Flugzeugkollision im Luftraum über Coesfeld

Großschadenslage, Flugzeugkollision im Luftraum über Coesfeld. So lautete das Einsatzstichwort für die Übung des Technischen Zuges des Technischen Hilfswerk Havixbeck am vergangenen Dienstagabend. Mit einer Gesamtstärke von knapp 30 Helferinnen und Helfern machte sich der Technische Zug mit seinen Teileinheiten des Zugtrupps, der ersten und zweiten Bergungsgruppe sowie der Fachgruppe Ortung auf den Weg zum zugewiesenen Schadenort in Coesfeld. Des Weiteren bekamen die Helferinnen und Helfer noch Unterstützung durch 3 Hunde und 5 Helferinnen und Helfer der BRH Rettungshundestaffel Münsterland e.V.. Vor Ort erkundete der Zugtrupp die Lage und fing mit Hilfe der GAMS Regel (Gefahr erkennen – Absperren – Menschenrettung durchführen – Spezialkräfte anfordern) an, Herr der Lage zu werden. Da es sich bei dem Zusammenstoß um ein Militäres und ein Ziviles Flugzeug handelte, mussten auch Kampfstoffe in Erwägung gezogen werden. Die angeforderten Spezialkräfte konnten jedoch schnell Entwarnung geben. Außer kleineren Mengen an Gefahrstoffen von denen keine unmittelbare Gefahr ausging wurde das Gelände freigegeben. Diese Bereiche wurden dennoch großzügig abgesperrt. Ein kleiner Brand im Bereich der Absturzstelle konnte dann schnell gelöscht werden. Hierzu hatten Helfer die Kübelspritze, welche unproblematisch beim Nachbarn mit Wasser gefüllt werden konnte, eingesetzt. Schnell wurden dann die Rettungshunde in den Einsatz geholt. Parallel suchten die Helferinnen und Helfer das Gelände ab. Hierbei wurde eine Person gefunden, welche dann auch gerettet werden konnte. Rettungshund Romy schlug nach kurzer Suche an. Die Person musste sich jedoch unter den Trümmern befinden und konnte erst nach der Räumung von Frackteilen und Gebäudeteilen durch die Bergungsgruppe gerettet werden. Romy suchte weiter, Unterstützung bekam sie von der Rettungshundestaffel des BRH. Auch diese setzten ihre Hunde nach und nach ein. Die Pilotin des Eurofighters wurde somit geortet und anschließend gerettet. Sie konnte auch Angaben zu weiteren Vermissten geben. Zwischendurch hatte eine Kennzeichnung an einem Gebäude für Verwirrung gesorgt: „Atomare Stoffe – sofort das Gelände evakuieren“ hieß es über Funk. Nachdem die Vollzähligkeit geprüft wurde gab es aber schon Entwarnung vom Übungsleiter Stephan Mondry und die Arbeiten konnten fortgesetzt werden. Auch die Pilotin des Airbus wurde durch einen Rettungshund des BRH geortet und durch die Bergungsgruppen gerettet. Bei der abschließenden Besprechung wurde kurz Resümee gezogen und die positiven Dinge sowie Verbesserungen angesprochen. Eine gelungene Übung war das eindeutige Fazit aller Einsatzkräfte. Vielen Dank für das zu Verfügung stellen des Übungsgeländes und die gute Zusammenarbeit mit dem BRH.


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